Unfallschaden/Haftpflichtschaden


Nach dem Unfall... Informationen für den Autofahrer


Sofern Sie unverschuldet mit Ihrem Fahrzeug in einen Verkehrsunfall geraten sind, sollten Sie im eigenen Interesse unbedingt folgende Punkte beachten:

1. Dem Geschädigten steht es grundsätzlich frei, einen Sachverständigen seiner Wahl zur Beweissicherung und Feststellung von Schadenumfang und Schadenhöhe zu beauftragen. Das gilt auch dann, wenn die Versicherung ohne Zustimmung des Geschädigten bereits einen Sachverständigen beauftragt hat. Die Kosten für das Sachverständigengutachten werden Ihnen ersetzt.

2. Die vollständige Beweissicherung über Schadenumfang und Schadenhöhe gewährleistet, dass dem Geschädigten die ihm zustehenden Schadenersatz- ansprüche in vollem Umfang erstattet werden. Die Beweissicherung über Schadenart und Umfang wird in vielen Fällen auch dann benötigt, wenn es später Streit über den Schadenhergang oder Ärger über die Reparaturdurchführung gibt.

3. Mit Hilfe des Gutachtens kann die Unfall bedingte Ausfallzeit des Fahrzeuges festgestellt werden, so dass Ersatzansprüche bezüglich Mietwagen oder Nutzungs- ausfall- Entschädigung besser belegt werden können.

4. Die Höhe eines eventuellen Wertminderungsanspruches kann in der Regel erst durch ein Gutachten belegt werden. Ohne unabhängigen Kfz-Sachverständigen verzichten Autofahrer häufig auf Wertminderung bis zu mehreren hundert Euro.

5. Dem Geschädigten steht es frei, sich die Reparaturkosten vom Unfallgegner auf der Basis eines von ihm vorgelegten Schadengutachtens erstatten zu lassen (fiktive Abrechnung).

6. Sie haben das Recht, Ihr Fahrzeug in einer von Ihnen gewählten Werkstatt, Ihres Vertrauens, reparieren zu lassen.

7. Ist Ihr Fahrzeug Unfall bedingt nicht fahrbereit, Sie sind aber auf ein Fahrzeug angewiesen, so haben Sie für die Dauer der Reparatur bzw. Beschaffung eines neuen Fahrzeugs, wie sie sich ggf. aus dem Sachverständigengutachten ergibt, Anspruch auf ein Mietfahrzeug. Wenden Sie sich insoweit an die örtlichen Autovermieter.